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Langzeitnachsorge

Da Hypophysentumore auch langfristig ein Rezidivwachstum aufweisen können, ist eine lebenslange Kontrolle dieser Patienten notwendig.
Dies gilt sowohl hinsichtlich der Funktion der einzelnen Hormonachsen als auch hinsichtlich einer möglichen Tumorentwicklung. Die Kontrollintervalle richten sich nach der Grunderkrankung. Von Bedeutung erscheint insbesondere, dass bei Frauen unter einer Schwangerschaft ein besonderes Augenmerk auf die Veränderung der Hypophyse und die möglicherweise geänderten Hormongaben zur Therapie geachtet werden müssen.
 

Therapiedauer

Nach einer Hypophysenoperation ist eine langfristige Betreuung des Patienten durch verschiedene Fachärzte notwendig.
Die Koordination wird in der Regel vom Hausarzt übernommen.
Die Medikamente, die zur Dauerbehandlung einer Hypophyseninsuffizienz eingesetzt werden, verschreibt normalerweise der Endokrinologe. Medikamente, die zur Behandlung einer hormonellen Überfunktion dienen, müssen üblicherweise regelmäßig und dauerhaft eingenommen werden. Insgesamt braucht aber nur eine Minderheit der Patienten nach einer Operation der Hirnanhangdrüse dauernd die Gabe von Medikamenten, wenn vor der Operation keine Störungen der Hypophysenfunktion bestanden haben.
Wichtig ist, dass Patienten mit Hormonausfällen des Hypophysenvorderlappens und entsprechender Substitutionstherapie regelmäßig kontrolliert werden und einen Notfall-Ausweis mit sich führen, aus dem hervorgeht, dass sie auf Hydrokortison, Schilddrüsenhormone, eventuell auch antidiuretisches Hormon angewiesen sind.
 

Rezidive

Ein Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) kann nie ganz ausgeschlossen werden. Daher sollte nach der Operation – anfangs nach zwei bis drei Monaten, dann in etwa einjährigen Abständen – ein Kernspintomogramm des Kopfes gefertigt werden. Wenn möglich, sollte dies in der Praxis oder Klinik geschehen, in der auch die ersten Untersuchungen gemacht worden sind, da so ein besserer Vergleich der Bilder möglich ist. Diese Kontrolluntersuchungen erfolgen in der Regel durch den Neurochirurgen.
Da die Hormonausschüttung nicht immer gleich ist und sich nach der Operation auch von selbst bessern kann, ist eine halbjährliche bis jährliche Untersuchung der Hormonspiegel durch einen Endokrinologen erforderlich. Einmal im Jahr sollte außerdem der Augenarzt eine Gesichtsfeldüberprüfung sowie eine Kontrolle der Sehschärfe durchführen, wenn eine Beeinträchtigung des Sehvermögens bestanden hat oder erneut besteht.
 
 
 

 
 
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