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Hormoninaktive Hypophysenadenome - Kraniopharyngeom

Endokrin inaktive Hypophysentumoren sind Adenome ebenfalls von gutartiger Natur, die jedoch keinen Überschuss von Hormonen produzieren. Die Probleme dieser Tumorerkrankung entstehen aufgrund der Größe und der Lokalisation des Tumors. Da keine vermehrte Hormonsekretion auf den Tumor aufmerksam macht, werden diese Tumore häufig zufällig entdeckt und sind dann meist recht groß.
 

Definition und Ursache

Kraniopharyngeome wachsen oberhalb des "Türkensattels" (Sella turcica), des Sitzes der Hypophyse. Sie machen etwa zehn Prozent aller Hypophysentumoren aus. Die Diagnose wird am häufigsten zwischen dem achten und 15. Lebensjahr gestellt. Allerdings können diese Tumoren auch erst im höheren Lebensalter auftreten. Schon in der Embryonalentwicklung entsteht im Bereich der Sella turcica ein Gang,
der Ductus craniopharyngicus. Aus Restzellen dieses Gangsystems können sich, wie im Fall des Kraniopharyngeoms, plötzlich krankhafte Wucherungen bilden. Bei Kindern machen Kraniopharyngeome zirka 50% aller Tumoren der Hypophysenregion aus. Frauen und Männer sind gleich häufig betroffen. Die Altersverteilung zeigt je einen Gipfel im Alter von
5 bis 10 und von 40 bis 60 Jahren.
 

Symptome

Da Kraniopharyngeome nur sehr langsam wachsen, verursachen sie häufig lange Zeit keine Beschwerden. Treten Symptome auf, sind sie meist ein Hinweis auf ein bereits fortgeschrittenes Größenwachstum. Durch die Verdrängung gesunder Umgebungsstrukturen kommt es neben multiplen hormonellen Funktionsstörungen häufig zu Kopfschmerzen und durch Druck auf die Sehnervenbahnen zu Sehstörungen mit Gesichtsfeldeinschränkungen.
Neben spezifischen Symptomen, wie ein vermindertes kindliches Wachstum und verzögerter Pubertät, treten Krankheitserscheinungen auf, die mit jenen der hormonaktiven Hypophysenadenome vergleichbar sind. Diese sind unter anderem
  • Libidoverlust
  • Übelkeit/Verstopfung
  • Vermehrter Durst
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Adipositas
  • Ausscheidung von milchiger Flüssigkeit aus der Brust
  • Störungen der Temperaturregulation
  • Müdigkeit/Antriebsarmut
  • Persönlichkeitsveränderungen
     
 

 
 
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