Definition und Ursache
Fast immer liegt der Akromegalie ein gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse zugrunde. Es kommt zu einer Überproduktion von Wachstumshormonen, die zu einer Größenzunahme der Akren, der "Körperenden", wie Hände und Füße, aber auch Nase, Kinn und Ohrmuscheln führen. Die äußerlich sichtbaren Krankheitserscheinungen einer Akromegalie entwickeln sich sehr langsam und werden häufig von den Patienten selbst nicht bemerkt. Die Veränderungen fallen dann erst im Vergleich mit Fotos aus früheren Jahren auf.
Darüber hinaus führt eine krankhaft erhöhte Konzentration von Wachstumshormonen auch zu Herz-Kreislauf-Störungen und Unregelmäßigkeiten im Blutzuckerstoffwechsel. Ebenso werden Gelenke und Knochen in Mitleidenschaft gezogen. Der Manifestationsgipfel liegt im dritten bis vierten Lebensjahrzehnt.
Symptome
Die Beschwerden der Akromegalie entwickeln sich langsam, oft über einen Zeitraum von Jahren. Neben den genannten Symptomen fallen vor allem folgende Krankheitszeichen auf:
- Vergrößerung der Zunge
- Zunahme des Kopfumfangs und des Unterkiefers
- Ausgeprägtes Schwitzen
- Entwicklung einer tiefen Stimme
- Gesichtsfeldeinschränkungen/Sehstörungen
- Gestörte Menstruation oder unregelmäßiger Zyklus
- Impotenz, verminderte Libido
- Fettige Haut oder Akne
- Depressionen, Antriebsarmut, Konzentrationsschwierigkeiten
- Dickdarmpolypen
- Diabetes mellitus
